Dienstag, 15.10.2019

Nach der gestrigen erfolgreichen Suche nach dem Feuerstein wurde unser Lager heute von Musik geweckt, die – Zitat Ilayda – wie «ein brüllender Gorilla» klingt. Die Kinder des Cevi-Lagers sind zudem moderner und besser informiert, denn Ilenia fragte ganz verdutzt, weshalb Dominik denn ein Kabel braucht, um Musik abzuspielen.
Aber nun wieder zurück zu unseren Steinen. Luftstein gestohlen, Feuerstein gefunden – 3 fehlen noch. Doch heute war offenbar ein guter Tag. Dominik, unser Erdmeister, verkündete beim z’Morge, dass er den Erdstein spürt und dieser sich sicherlich innert eines Tagesmarsches finden lassen würde. Die Küche bereite sofort alles vor, damit sich alle Sandwiches zusammenstellen und andere Leckereien einpacken konnten.
Als dann alle Rucksäcke und deren Besitzer bereit waren, ging es los. Richtung Habkern führte der Weg zuerst runter ins Tal, worauf, nach einer kleinen flachen Phase, der Anstieg begann. Die Stimmung und das Wetter waren gut und der Erdmeister folgte seinem Gespür für den Erdstein (wenn er nicht falsch abbog).
Fast pünktlich um 12 Uhr kamen wir an unserem Mittagsplatz an. Da das Wetter langsam zuzog und der Regen einsetzte, war unsere Rast nicht so lang. Dennoch waren alle Bäuche gefüllt und alle waren wieder bereit, weiterzugehen. In einem nebligen Waldstück war sich der Erdmeister ganz sicher, dass der Erdstein in der Nähe sein musste. Er rief sein Gefolge und alle Kinder, die zur Erd-Gruppe gehören, zusammen und die Suche begann. Kurz darauf war der Spaten im Boden versunken und der Stein kam zum Vorschein.
Wir beschlossen schnellstmöglich zurück zum Lagerhaus zu gehen und den Stein in Sicherheit zu bringen. Mit eisernem Willen beschützte Alessia G. den Stein auf dem ganzen Rückweg. Der Nebel wurde immer dichter und der Regen immer stärker und alle waren froh, als das Lagerhaus aus dem Nebel auftauchte. Die obligatorische Dusche kam bei manchen Kindern nicht so gut an, war aber nötig. Bis zum Nachtessen hatten alle Freizeit und konnten tun und lassen was sie wollten (nicht ganz, keine Angst). Kurz vor dem Mittagessen wurde noch gesungen und der epische Fund des Erdsteines mit bisher dem lautesten E-Guete der ganzen Woche gefeiert (Ricola-Täfeli wären jetzt etwas Gutes).
Am Abend entschlossen wir uns nichts Grosses mehr anzureissen und die Kinder hatten die Möglichkeit sich nach einem anstrengenden Tag auszuruhen. Im Angebot des Ausbildungscamps gab es: Gesichtsmasken, Yoga, Bändeli knüpfen, Ping Pong und Spiele spielen.
Müde fielen alle ins Bett und sind gespannt was der nächste Tag bringt (hoffentlich keinen Regen mehr).

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